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Bärlauch- Zeit


 

Wenn der Bärlauch seine zarten Spitzen zum Vorschein bringt, hat für mich der Frühling begonnen. Das man schon im März die erste Ernte aus dem Garten in die Küche nehmen kann, finde ich einfach toll.

 

Er ist vermutlich das bekannteste Wildkraut überhaupt. Sein Botanischer Name ist Allium ursinum, es ist Heilkraut und Gewürzkraut zugleich. An schattigen und feuchten Standorten wächst der Bärlauch mit seinen matt grünen Blätter sehr üppig, von März bis Juni kann man die Blätter ernten. Ab April- Mai kommen auch noch filigrane weisse Blüten dazu. Der Bärlauch lässt sich über Zwiebeln oder auch Samen kultivieren. Die mehrjährige Pflanze wird ca. 25 cm hoch und breitet sich sehr gerne aus.  

 

Es wird immer mal wieder diskutiert, ob es Bärlauch oder Maiglöckchen ist. Am besten reibt man die grünen Blätter in der Hand, sobald ein knoblauchartiger Geschmack entgegen kommt, ist es Bärlauch. Bei den Maiglöckchen duftet das Laub nicht, und ist stark glänzend.  Auch die Blüten sind unterschiedlich, die Maiglöckchen blühen in der Regel zwei Monate später als der Bärlauch, Maiglöckchen blühen in Rispen mit kleinen Glöckchen, Bärlauch blüht sternförmig. 

 

In der Heilkunde hilft der Bärlauch gegen Verdauungsbeschwerden, Bluthochdruck und Erkältungen. In der Küche kann man sehr viele Gerichte daraus machen, sein knoblauchartiger Geschmackt passt wunderbar in die Frühlingsküche. Sei es Pesto, Saucen, Salate, Suppen, Spätzle, oder er passt auch sehr gut zu Kartoffelngerichten, Pasta, Fisch, Fleich, Geflügel und vielem mehr. 

 

Er lässt sich problemlos einfrieren, dazu den Bärlauch waschen, trocken tupfen und klein scheiden. In einen Gefrierbeutel geben und für später einfrieren. 

Das Trocknen hingegen empfehle ich nicht, da sehr viele Aromastoffen verloren gehen.

 

 

Gerne verrate ich Euch ein paar meiner Lieblings-Bärlauch-Rezepte.

Viel Spass beim sammeln und ausprobieren.

 

 

 

Bärlauch Zopf

Zutaten:

  • 2 Hand voll Bärlauchblätter
  • 0.5 dl Wasser
  • 1 El Öl
  • 500 g Zopfmehl
  • 0.5 EL Salz
  • 0.5 EL Zucker
  • 2.5 dl Milch
  • 60 g Butter
  • 20 g Hefe
  • 1 Ei

Zubereitung:

 

1.  Den Bärlauch waschen, trocken tupfen und klein schneiden, das Wasser und Öl dazugeben und mit dem Stabmixer pürieren. Ich mag es, wenn noch ein paar Stücke darin sind.

 

2.  Mehl, Salz, Zucker in die Teigschüssel geben. Milch und Butter auf dem Herd erwärmen, die Hefe in der Flüssigkeit auflösen und zu der Mehlmischung geben. Teig gut kneten und zum Schluss das Pesto einarbeiten. Den Teig nun mit einem feuchten Küchentuch bedeckt, 2 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. 

 

  

3.  Den Backofen bei 200 C°, Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig aufteilen und einen Zopf flechten, wie der aussieht ist ganz Euch überlassen. Das Ei zerklopfen und den Zopf rundum damit einstreichen, ca. 35 Minuten backen.

 


Bärlauch Butter

Zutaten: 

  • 200 g Butter 
  • 3 Handvoll Bärlauch
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer nach Bedarf

Zubereitung:

 

Den Bärlauch waschen und trocken tupfen, in kleine Stücke schneiden und mit einem Stabmixer pürieren.

Die Butter mit Zitronensaft und Bärlauch-Püree cremig rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in eine Klarsichtfolie wickeln. In den Kühlschrank geben oder direkt tiefkühlen.

 

Tipp:

  • Diese Bärlauchbutter passt wunderbar zu grilliertem Fleisch, Fisch oder Gemüse
  • Man kann diese Butter auch mit anderen Kräutern herstellen

 


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