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... Lavendel im Garten ...


 

… Was wäre ein romantischer Landhausgarten ohne Lavendel...

 

Ganz ehrlich gesagt, ich könnte es mir nicht vorstellen. Den der Lavendel ergänzt nicht nur optisch einen schönen Rosen- und Stauden Garten, er hält auch gleich bei den Rosen die Läuse fern, denn diese mögen die ätherischen Öle des Lavendels nicht schmecken und machen deshalb einen grossen Bogen um diese Pflanzen.

 

Beim Lavendel unterscheidet man zwischen dem "echten Lavendel" auf Latein "Lavandula augustifolia" / "Lavandula officinalis". Dieser wird für die Parfümherstellung oder auch in der Medizin verwendet. 

Der "Lavandula x intermedia" / "Lavandula latifolia" ist weniger edel und wird deshalb für Waschpulver oder auch Essenzen verwendet.

 

 

Die ursprüngliche Heimat des Lavendels, ist an der Küstenregion des Mittelmeeres.

Er wächst an sonnigen, trockenen, sandigen oder felsigen Hängen. Dieser aromatische Strauch ist unten stark verholzt. Er hat graues feines Laub und die 6-8 cm lange Ährenförmige Blüten ragen gerade in die Höhe. 

 

Den Lavendel kann man im Frühling oder Herbst in den Garten oder Töpfe pflanzen.

Damit er seine schöne und kompakte Form behalten kann, ist ein Rückschnitt im Frühling kurz vor dem ersten Austrieb empfehlenswert. Dabei kann man auch altes und und dürres Holz entfernen. Sobald der Lavendel verblüht hat, Ende Juli- August , erfolgt der zweite Rückschnitt. Der sollte nicht zu tief ins Holz sein. So blüht er vermutlich noch ein zweites mal nach. Man kann auch die Heilpflanze gerade etwas düngen, so kann sie sich von der Blüte erholen.

 

Wer gerne noch mehr Lavendel im Garten habe möchte, kann diese ganz einfach mit Stecklingen vermehren. 

Dazu eine Schale mit Anzuchterde und Sand vorbereiten. 

Von einer kräftigen Lavendel Pflanze ein paar unverzweigte Triebe ohne Blüte abschneiden. Die unteren Blätter des Zweige abmachen, den Stiel, bis an den Blattansatz in die Anzuchterde stecken. 

Die Stecklinge gut mit Wasser besprühen und mit einer Folie abdecken, so bleibt die Luftfeuchtigkeit hoch und erhöht das Wachstum. Die Schale nun an einen warmen aber nicht sonnigen Ort stellen und regelmässig giessen und lüften.

Nach der Wurzelbildung die Stecklinge einzeln in Töpfe pflanzen und regelmässig schneiden, so bleibt der Lavendel kompakt.

 

 

Die Blütenzweige kann man sehr gut trocknen lassen, um diese dann zur Dekoration oder für Lavendelkissen verarbeiten.

Dafür die Blüten am besten an einem warmen und trockenen Ort, vor Sonne geschützt, aufhängen.

 

Nicht nur zu Dekorationszwecken kann man den Lavendel nutzen. Mit seinem bitteren- würzigen Aroma ist er auch ein beliebtes Kraut für die Küche. Es passt sehr gut zu Fisch, Geflügel, Lamm, Eintopf, Salat oder auch in Kombination mit Früchten. Natürlich kann man auch Desserts damit abschmecken oder sogar daraus herstellen, wie zb. das Lavendeleis

Beim dossieren darauf achten, nicht zu viel von dem aromatischen Gewürz zu verwenden, es kann sonst andere Gewürze überdecken.

 

 

Bei der nächsten Grillparty verfeinern Sie den Aperitif am besten mal mit Lavendel Sirup, es ist nicht nur sehr speziell sondern hat  auch eine erfrischend Note nach Provence.

 

 

 

Lavendel Sirup

 

Zutaten:

 

  • 1 Liter Wasser
  • 1kg Zucker
  • 1 Zitrone, davon den Saft
  • 30g frischer Lavendel

Zubereitung:

 

  • Wasser, Zucker und den Zitronensaft aufkochen und in einem hohes Gefäss etwas abkühlen lassen
  • Den Lavendel dazugeben und an einem sonnengeschützten Ort für 2-3 Tage ziehen lassen
  • Den Lavendel ab sieben und nochmals aufkochen, in sterile Flaschen abfüllen und gut verschliessen
  • An einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Wenn der Sirup geöffnet wurde, bitte im Kühlschrank aufbewahren

Tipp:

 

  • Zum verschenken eine schöne Etikette schreiben und mit einem Lavendel Sträusschen dekorieren
  • Kann zum verfeinern von Desserts wie Torten verwendet werden
  • Auch den Aperitif kann so eine französische Note verliehen werden 

 

Dem Lavendel sagt man auch eine beruhigende Heilung nach. Er hilft beim einschlafen, Kreislaufstörungen, Migräne, Verdauungsstörung, , reumatischen Beschwerden und  Erschöpfung. 

Man muss aber nicht immer zu Medikamenten greifen. Gerne kann man sich auch einen Lavendel Tee machen um die Beschwerden zu lindern. 

Schon in der Klosterheilkunde war das ein sehr bewährtes Hausmittel, das bis heute ihre Wirkung nicht verloren hat. zb. vor dem zu Bett gehen eine Tasse Lavendeltee trinken, das wirkt beruhigend und fördert den Schlaf. Erwachsene sollten aber nicht mehr als zwei Tassen Tee am Tag trinken, da der Lavendel eine hohe Konzentration an ätherischen Öle enthält.

 

Für den Lavendel Tee benötigt man den "echten Lavendel".

Geben Sie zwei Teelöffel getrockneten Lavendel in einen Teefilter und giessen sie kochendes Wasser darüber und lassen den Tee nun ca. 5-8 Minuten ziehen. Wer mag kann Ihn noch mit etwas Honig süssen.

 


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